Kristallnes Haus

Kristallnes Haus - von Sergey und Erwin Sovkov

„Kristallnes Haus“ ist unser gemeinsames künstlerisches Projekt dessen Entstehung mit der Begründung unserer Beziehung einhergeht. Es gliedert sich in drei Teile: „Kristallnes Haus“, „Enge Pforte“ und „Quelle des Lebens“.

Die Zerbrechlichkeit der Welt

Die Gedanken zum ersten Teil brachte Sergey in unsere Beziehung und gemeinsame Arbeit mit. Er hatte sie bereits 2006 – 9 Jahre bevor wir uns kennengelernt haben – entwickelt. Das sind zum einen die Vorstellung: „Die Welt als zerbrechlicher Kristall der in vier Richtungen auseinander fällt.“ und zum anderen die geometrische Ausgestaltung.

Die Verbindung von Gedanke und Ausgestaltung stellte Erwin 2015 her, indem er einerseits den vier Richtungen Namen gab und andererseits diese Namen „tanzte“ (eurythmisierte), was das körperliche Material erzeugte, das Sergey zum Gestalten seiner Bilder brauchte.

Daraus ergab sich das erste malerisch/eurythmische Projekt „Kristallnes Haus“, das in seiner Ausgestaltung die Präsenz des erwachten Menschen und die Wirkungen der zerstörerischen Kräfte des Menschen auf sich und die Welt, wie in einer Landkarte, vorstellt. Die Frage die dabei auftaucht ist die, wie der Mensch wiederum zu seiner Mitte zurückfindet und seine Extreme harmonisiert.

Die Zerbrechlichkeit der Welt

Genauere Beschreibungen zu den einzelnen Richtungen finden Sie im Reiter „Kristallnes Haus“.

Der Weg zum Erwachen

Die Idee der Fortsetzung von „Kristallnes Haus“ kam von Erwin, der aus seiner Beobachtung von Tod und Auferstehung einer nahestehenden Person einen Ausweg aus dem Verlorensein, der Einsamkeit und Verzweiflung durch die Hinwendung zum geistigen Ursprung aufzeigen möchte.

Daraufhin eurythmisierte Erwin die Emotionen und Gedanken auf den einzelnen Etappen des Weges, das, wie in „Herzstück unserer Arbeit“ beschrieben, das körperliche Material für Sergey wurde.

Aus diesem Material gestaltete Sergey die Idee des Weges und der Türe in der Aufeinanderfolge einzelner Etappen in einem dreiteiligen länglichen Format der Leinwand.

In der Ausgestaltung dieses Projektes wird der Weg und seine inneren Auseinandersetzungen mit sich selber, sowie die Bereicherung, die der Mensch im Inneren erfährt, vorgestellt.

Der Weg zum Erwachen

Die genaueren Beschreibungen zu den einzelnen Etappen finden Sie im Reiter „Enge Pforte“.

Ursprung und Endzweck des Lebens

Dieser Teil des Projektes befindet sich noch in Ausgestaltung…
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Zentrum

Der dargestellte Mensch im Zentrum des Werkes „Kristallnes Haus“ sieht in alle vier Richtungen, ohne sich in eine bestimmte Richtung ziehen zu lassen. Er erlebt den Schmerz der Mitmenschen, die sich in den verschiedenen Extremen verloren haben.

Durch seine Empathie sind seine Grenzen geweitet und er nimmt ein Stück weit die vier Richtungen in sich hinein, was ihm die Möglichkeit gibt seine Mitmenschen zu unterstützen und ihnen zu helfen den Weg in die Mitte zurück zu finden.

Der Mensch in der Mitte ist ein erwachter Mensch, ein selbstbewusster Mensch und ein sich in Einklang und Harmonie mit der Welt und den Mitmenschen empfindender Mensch. Er fasst in sich die Spaltung von Geist und Materie in eins zusammen, aber er lebt im Leid und Mitleid mit der Umwelt, die dieses Gleichgewicht in sich noch nicht hergestellt hat.

Feuer

Das Feuer ist unsere Kraft Ziele zu erreichen, sowie unsere Begeisterung und Transformation. Es flammt in der Richtung nach oben, in die Richtung des Geistes mit dem Blick in die Zukunft. Es gibt Inspiration und Hoffnung und nimmt das Material aus dem Boden der Materie und lässt das Unbrauchbare zurück.

Der Mensch, der die Kraft der Flamme einseitig benutzt und sich in Egoismus verhärtet, verliert den Boden und den gesunden Kontakt zu seinen Mitmenschen. Eitelkeit, Hochmut und falscher Ehrgeiz lässt ihn nur mehr sich selber sehen in seinem Kampf der Beste und Höchste zu werden.

Die Wahrheit ist, dass er nichts ohne Unterstützung erreicht hat und er in der Illusion lebt, dass er dieser nicht bedarf. Um in die Mitte zurückzukommen muss er aufwachen und sich beruhigen und von seinem Höhenflug mit einer bescheidenen und dankbaren Seele wieder heruntersinken.

Die Kraft und das Ziel eines gesunden Strebens ist die Verbindung zum Zentrum.

Erde

Die Erde ist unsere Kraft zu formen und festzuhalten, sowie unser Boden und der Ort unserer Wirksamkeit. Sie nimmt die Richtung nach unten, wird zur Materie und zeigt uns im Spiegel unsere Vergangenheit. Sie erhält ihre Kräfte aus dem Geist und formt und füllt das Material nach dessen Intentionen und bewirkt in uns Sicherheit und Vertrauen.

Der Mensch, der sich einseitig den Kräften der Materie hingibt, verliert den Anschluss zum Geist und tötet seine Seele, sodass er seine Mitmenschen wie Maschinen und wertloses Material behandelt ohne acht zu geben, dass er eine zerstörerische Kraft auf sie ausübt und denkt, dass sie ersetzbar sind.

Die Wahrheit ist, dass kein Mensch ersetzbar ist, weil jeder Mensch einen bestimmten Klang und einen bestimmten Impuls in die Gemeinschaft einbringt und dass jeder Mensch natürliche Grenzen seiner Kräfte hat, die nicht überspannt werden dürfen. Um die Achtung und Wertschätzung gegenüber seinen Mitmenschen wieder zurückzugewinnen muss der Mensch innehalten und aufwachen und seine Seele aus der Materie herauslösen und die Wärme und das Licht des Geistes aufnehmen.

Die Verbindung zum Zentrum erhält den Menschen in einer gesunden Weltanschauung.

Luft

Die Luft lebt in uns als Kraft der Bewegung, des Interesses Neues zu erfahren und Kontakte einzugehen, Informationen auszutauschen und Grenzen zu überwinden. Sie geht in die Richtung zur linken Körperseite und verbindet uns mit unseren Wahrnehmungen und Empfindungen. Alles Phantasiehafte gehört auch in ihren Bereich.

Verliert der Mensch die Verbindung zu seinen körperlichen Kräften indem er rennt und seinen Zielen hinterher hastet, sie wechselt und nicht mehr zur Ruhe kommt, dann wird ihn sein Verhalten zum Burn-Out führen.

Sich zu sammeln und das hastende Verhalten wieder aufzugeben führt ihn wieder zurück zur Mitte und in den Kontakt mit sich selber.

In der Verbindung zur Mitte kann der Mensch abschätzen, wie weit er mit seinen Kräften gehen kann.

Wasser

Das Wasser ist in uns die Kraft zur Regeneration, Ruhe zu finden und Erholung und auch die Kraft Totem Leben zu schenken. Es geht in die Richtung der rechten Körperseite und verbindet uns mit unseren Gefühlen und unserem Körper. Alles Schöpferische gehört auch in diesen Bereich.

Verliert der Mensch die Verbindung zu seinen geistigen Kräften, der Freude, der Hoffnung und der Inspiration durch Verluste und Trauer kann er sein Leben nicht mehr impulsieren und von innen erneuern. Das Abgeschnittensein lässt ihn in Depression versinken.

Das geistige Leben in seinem Inneren zu finden, zu fühlen und seine Kraft aufzunehmen führt ihn zurück zum Zentrum.

In der Verbindung zum Zentrum bleibt die geistige Quelle als Quelle des Lebens mit dem Menschen verbunden.

Ablehnung

Der Weg zum Erwachen führt nicht darum herum sich selber mit seinen sogenannten „negativen“ Gefühlen auseinanderzusetzen. Diese sind Zweifel, Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und viele mehr. Diese Gefühle im Extrem erlebt lassen keine Verbindung zu etwas Lichthaftem oder Aussichtsreichem zu. Der irdische Weg der Ich-Entwicklung ist darin zu seinem absoluten Ende gekommen.

Kultur, Familie, Erfahrung und so weiter helfen einem nicht mehr weiter, weil sie keinen Inhalt vermitteln, was und wer der individuelle Mensch ist. Sein Individuum findet der Mensch nirgends in der ihm bekannten irdischen Welt.

In der Suche nach sich selber gerät er in die Sackgasse der Materie, die ihm von sich selber nichts sagen kann. In seiner Erkenntnis als Erdenbürger und in seiner vollen Verbindung mit der Materie fällt die ganze Welt und sein ganzes Sein in Dunkelheit und Verzweiflung zusammen. Weil er weiß, dass er ein Individuum ist, aber keinen Anhaltspunkt hat die Sicherheit in der Welt zu finden.

Dieses Erlebnis, sei es auch nur als Ahnung erlebt, zusammen mit dem Entschluss, sei er auch nur im Dunkeln getroffen, sich nicht als Individuum erleben zu wollen führen den Menschen dazu jeglichen weiteren Schritt abzulehnen.

In der Ablehnung sich seiner eigenen Dunkelheit im Innern zu stellen, geht er in die Helligkeit der Welt im Äußeren zurück.

Der Weg

Der Mensch, auch wenn er vielleicht nicht die geringsten Voraussetzungen mitbringt sich auf den Weg zu begeben als den Drang oder den Willen sich als Individuum zu finden, wird seinen Weg beginnen.

Er führt ihn durch seine „negativen“ Gefühle, die ihm mitsamt zeigen, dass er in sich einen riesigen Verlust trägt. Der Tatsache des Verlustes, war er sich vor dem Beschreiten des Weges nicht bewusst, aber jetzt beginnt er um so intensiver die Vorherrschaft dieses Gefühls in seiner Seele zu erleben.

Er ringt mit sich, verzweifelt, verliert die Hoffnung, will vorwärts und dann doch nicht…bis er schlussendlich begreift, dass die Öffnung und Hinwendung zu der Welt aus der er geboren ist, in der er als geistiges Wesen gestorben ist, als er die physische Geburt angetreten ist, seine eigentliche Heimat ist.

In dieser Welt des geistigen Lebens ist sein „Ich“, sein Individuum, sein Kern immerfort lebendig und stirbt und gerät in Vergessenheit im Übertritt in die irdische Welt.

Im Absterben der Vorstellungen aus der physischen Welt in der Erkenntnis, dass sie für das Erleben des Individuums kein Material bietet, erlebt die Seele das Aufwachen für die Kräfte die aus der Welt des „Ich“ kommen. Diese Kräfte sind es, die dem Menschen während er in der irdischen Welt wohnt das Bewusstsein erwecken, dass dieses „Ich“ in ihm ist und er selber dieses „Ich“ ist.

Mit diesem Erleben bekommt er die Sicherheit und den Boden in seinem Leben weiterzuschreiten.

Erkenntnis

Die seelische Dunkelheit, die über der Erkenntnis und dem Erleben des eigenen geistigen Kernes lag, ist in der Konfrontation und dem Durchgang durch die enge Pforte verschwunden. Aus dieser neuen Helligkeit kann der Mensch Licht in die geistige Dunkelheit bringen, die weiterhin über der irdischen Welt liegt.

Damit wird er ein Helfer und Unterstützer seiner Mitmenschen.

Dieses Projekt befindet sich noch in Arbeit …